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DFG-Projekt: Forschungstechnologie und Wissenschaftspolitik in der Biografie des Physikers Max Steenbeck (1904-1981)


Kurzzusammenfassung:

Der Physiker und Wissenschaftspolitiker Max Steenbeck entstammt der Generation nach den großen Umwälzungen im Weltbild der Physik zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit ihm steht eine Wissenschaftsbiografie im Fokus des Projekts an der beispielhaft die neuen Forschungsstrukturen und -typen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts untersucht werden können. Mit dieser biografischen Klammer können zwei Forschungsansätze miteinander verbunden werden: Der eine untersucht Forschungstechnologien (Joerges und Shinn 2001) und der andere betrachtet Wissenschaft und Politik als Ressourcen für einander (Ash 2002). Steenbeck steht exemplarisch für die Entwicklung transdisziplinär eingesetzter Forschungstechnologien, wie dem Betatron, einem Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung harter Röntgenstrahlen u. a. für die medizinische Anwendung oder der Ultrazentrifuge zur Isotopentrennung von Uran bis hin zur friedlichen Nutzung der Kernenergie. Hinzu kommt, dass er als einer der bedeutendsten Wissenschaftspolitiker in der DDR der 1960er Jahre die Bedingungen für wissenschaftlich-technische Innovationen entscheidend mitbestimmte. Der individuelle biografische Zugang erlaubt es mit der gewählten Verknüpfung der theoretischen Ansätze, neue Perspektiven bezüglich der Implementierung von Forschungstechnologien insbesondere in der DDR zu erschließen und damit ein erweitertes Verständnis für das Verhältnis von sozialistischem Staat und Wissenschaft zu eröffnen.