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Publikationen 2008


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Thomas Bach, Jonas Maatsch, Ulrich Rasche (Hrsg.): 'Gelehrte' Wissenschaft. Das Vorlesungsprogramm der Universität Jena um 1800. (Pallas Athene. Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, 26). Stuttgart 2008.
Nachdem die jüngere Universitätsgeschichtsforschung einige der allzu idealistischen Vorstellungen vom Wesen und Wirken der alten Universitäten als Mythos und Erfindung des frühen 20. Jahrhunderts entlarvt hat, ist es an der Zeit, einen unvoreingenommenen Blick auf die historische Lehrpraxis einer Universität zu werfen.
Am Beispiel der Universität Jena nehmen die Autoren dieses Bandes erstmals das Lehrangebot aller Fakultäten einer deutschen Universität über einen längeren Zeitraum, nämlich von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, in den Blick und kommentieren es aus den verschiedenen fachwissenschaftlichen Perspektiven.
Die exemplarischen Fallstudien zeigen Parallelitäten, aber auch spezifische Differenzen zwischen der allgemeinen Geschichte der Wissenschaften und der konkreten Praxis ihrer akademischen Vermittlung.
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Barbara Becker-Cantarino: Meine Liebe zu Büchern. Sophie von La Roche als professionelle Schriftstellerin. (Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800: Ästhetische Forschungen, 20). Heidelberg 2008.
"Meine Liebe zu Büchern" zeigt Sophie von La Roches (1730-1807) Lebenswerk im kulturellen Kontext und literarischen Feld des 18. Jahrhunderts, wie sie als Autorin mit eigener Stimme zur Literarisierung von Frauen und zur Dominanz der Schönen Literatur beigetragen hat. Ihre schwierige Beziehung zu Wieland wird im Zeichen von Literatur, Freundschaftskult und Autorschaft, die La Roche ganz den Büchern als Bildungs- und Kommunikationsmedium widmete, neu gelesen. Dabei kommen die Ausdifferenzierung der Empfindsamkeit als Einfühlungsästhetik in ihrem Romanwerk, ihr Kulturprogramm in ihrer Publizistik und ihren Verhaltensschriften, ihre Wissensvermittlung und Erkundung der Welt durch Reisen in den Blick. La Roches Kulturprogramm zielte auf die kulturelle Emanzipation durch den Gebrauch von Büchern.
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Stefan Blechschmidt: Homunculus. Ein Antikosmos auf evolutionärer Reise. Saarbrücken 2008.
"Es wird ein Mensch gemacht." Mit diesem Eingriff in die Schöpfung kokettieren nicht nur Genforscher unserer Tage, sondern vor mehr als 150 Jahren schon der Stubengelehrte Wagner im Goetheschen "Faust II". Das Ergebnis seines Experiments schwebt als Homunculus über allem Irdischen. Dieses "Menschlein" ist mit immensen Geistesfähigkeiten ausgestattet, verzagt aber an seiner körperlichen Unbedarftheit. Es weiß sich "nur halb zur Welt gekommen" und fordert sogleich, "weislich" zu entstehen, also die Schöpfung noch einmal von vorn anzufangen. Der Homunculus begibt sich als ein im Glas gefangener Antikosmos auf seine evolutionäre Reise.Ist die Homunculus-Episode im "Faust II" also ein klassisches Lehrstück in Sachen menschlicher Vermessenheit und ihrer Folgen? Das Buch nähert sich dieser Frage im Ausgang von Goethes naturwissenschaftlicher Denkweise und seiner morphologischen Methode. Es bietet damit auch interessierten Laien einen Zugang zu Goethe als Naturforscher im allgemeinen sowie zum vielfältigen Kosmos des Goetheschen "Faust II" im besonderen. Dabei werden auch Fragen der theatralischen Umsetzung des Homunculus-Experiments diskutiert.
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Edoardo Costadura (Hrsg.): Frankreich oder Italien? Konkurrierende Paradigmen des Kulturaustausches in Weimar und Jena um 1800. (Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800: Ästhetische Forschungen, 21). Heidelberg 2008.
Der Raub der italienischen Kunstschätze durch das nachrevolutionäre Frankreich ist eines der Ereignisse, die um 1800 die beiden aus deutscher Sicht klassischen Kulturmodelle in direkten Konflikt treten lassen. Diese unmittelbare Konfrontation findet bekanntlich zu einem Zeitpunkt statt, als man sich auf deutscher Seite und dort insbesondere in Weimar und Jena um die Definition eines eigenen Kulturmodells bemühte. Wie gestalten sich in dieser Konstellation nun die wechselseitigen Rezeptions- und Abstoßungsprozesse? Wie beeinflussen ästhetische Italophilie oder politische Gallophobie die Kultur- und Wissenschaftsproduktion in Weimar und Jena? Wie verläuft umgekehrt die Wahrnehmung der deutschen Produktion in Frankreich und Italien? Anhand von Beispielen aus Literatur, Philosophie, Kunst und Naturwissenschaften geht der band diesen und anderen Fragen nach.
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Julia Di Bartolo: Selbstbestimmtes Leben um 1800. Sophie Mereau, Johanna Schopenhauer und Henriette von Egloffstein in Weimar-Jena. (Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800: Ästhetische Forschungen, 17). Heidelberg 2008.
Die Faszination, die von Frauen ausgeht, die mit oder neben Männern wie Goethe, Schiller, Wieland und Herder lebten, ist nach wie vor ungebrochen. Die Beschäftigung mit den Frauen Weimar-Jenas, die mit eigenen literarischen, schauspielerischen, musikalischen oder Werken der bildenden Kunst, aber auch durch die von ihnen frequentierten und unterhaltenen GEselligkeitskreise auf sich aufmerksam machten, befindet sich jedoch noch in den Anfängen. Im vorliegenden Band stehen mit Sophie Mereau, Johanna Schopenhauer und Henriette von Egloffstein drei ambitionierte Frauen im Zentrum, die versuchten, ihre Lebensentwürfe umzusetzen und dabei ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Studie fragt danach, inwiefern diese drei Frauen, die sich zwischen 1793 und 1829 in Weimar bzw. Jena aufhielten und auf literarisch-künstlerischem bzw. geselligem Gebiet auf sich aufmerksam machten, persönliche Vorhaben umsetzen konnten, welche Handlungsspielräume sie während ihrer Anwesenheit in Weimar bzw. Jena nutzten und wovon sie dabei beeinflusst wurden.
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Lothar Ehrlich, Georg Schmidt (Hrsg.): Ereignis Weimar-Jena. Gesellschaft und Kultur um 1800 im internationalen Kontext. Köln, Weimar, Wien 2008.
In diesem Band werden die Beziehungen des Er­eignisraums Weimar-Jena um 1800 zu ihrer nationalen wie internationalen Umgebung in den Blick genommen. Die erstaunliche Verdichtung und Aufgipfelung der Wissenschaften und der Künste in dieser Region im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert stellen ein einzigartiges weltkulturelles Phänomen dar, das in den hier versammelten Beiträgen im deutschen und euro­päischen Vergleich in seiner paradigmatischen Bedeutung greifbar wird. - Dabei werden sowohl die internen Zusammenhänge von Politik, Gesellschaft und Kultur als auch die einzelnen künstlerischen und wissenschaft­lichen Leistungen sowie ihre europäischen Korres­pondenzen und Rezeptionen thematisiert. Residenz und Uni­versität erweisen sich, zumal in der divergierenden geistigen und praktischen Universalität von Klassik und Romantik, als ein europäisches Kulturzentrum, das vor allem im Hinblick auf Philosophie und Dichtung wirkungs­geschichtlich außerordentlich ertragreich war und von dem auch heute noch enorme Impulse ausgehen.
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Jochen Golz, Manfred Koltes (Hrsg.): Autoren und Redaktoren als Editoren. (Beihefte zu editio, hrsg. von Winfried Woesler, 29). Tübingen 2008.
Der Band enthält Vorträge, die auf der 11. internationalen Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition vom 22. bis 25. Februar 2006 in Weimar gehalten worden sind. Das thematische Spektrum des Bandes ist denkbar weit, sodass er sowohl für Germanisten als auch für Musikwissenschaftler und Philosophiehistoriker von Interesse ist. Erörtert werden spezielle Probleme anhand laufender Editionsprojekte wie auch Modelle von Editionen, die sich erst in der Vorbereitung befinden. Zugleich werden theoretische Aspekte des Rahmenthemas zur Diskussion gestellt, sodass der Band insgesamt eine verlässliche Orientierung über die aktuelle Situation in Editionstheorie und -praxis bereithält.
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Ernst-Gerhard Güse, Stefan Blechschmidt, Helmut Hühn, Jochen Klauß (Hrsg.): "Eine unbeschreibliche, fast magische Anziehungskraft". Goethes "Wahlverwandtschaften". Ausstellungskatalog. Weimar 2008.
»Es ist ein Werk von so zarter und unerbittlicher Kenntnis des Menschenherzens, so ausgeglichen in Güte und Strenge, Klarheit und Geheimnis, Klugheit und Ergriffenheit, Form und Gefühl, dass wir es nur mit Staunen das unsere nennen.« Thomas Mann, Zu Goethes »Wahlverwandtschaften« (1925)
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Hans-Werner Hahn, Andreas Klinger, Georg Schmidt (Hrsg.): Das Jahr 1806 im europäischen Kontext. Balance, Hegemonie und politische Kulturen. Köln, Weimar 2008.
Das Jahr 1806 hatte für die deutsche und europäische Geschichte epochale Bedeutung, tiefgreifend und umstürzend waren seine Folgen. Im August 1806 endete mit dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation eine jahrhundertealte Verfassungsordnung. Im Oktober 1806 unterlag Preußen in der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt den Truppen Napoleons, der damit seinen hegemonialen Siegeszug in Europa fortsetzen konnte. Die Autoren fragen, wie tief die Zäsur von 1806 wirklich reichte, was an Neuem von ihr ausging und welche Kontinuitätslinien über sie hinauswiesen. Die Spannweite der Beiträge reicht von den Auswirkungen auf das Völkerrecht und die europäische Politik über den Wandel in der politischen Kultur Deutschlands wie Frankreichs bis hin zu der speziellen Frage, was die Zäsur von 1806 für das Herzogtum Sachsen- Weimar-Eisenach bedeutete, in dessen Mitte Napoleon auf dem Schlachtfeld triumphiert hatte.
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Katharina von Hammerstein, Katrin Horn (Hrsg.): Sophie Mereau. Verbindungslinien in Zeit und Raum. (Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800: Ästhetische Forschungen, 19). Heidelberg 2008.
Dieser interdisziplinär konzipierte Sammelband mit Beiträgen aus der Germanistik, Geschichte, Musikgeschichte, Kunstgeschichte und Geschlechterforschung (aus Deutschlnd, England, Australien und den USA) perspektiviert Sophie Mereau und ihr Werk neu im Kontext der diskursiven Räume und Literatur um 1800, im Beziehungsgeflecht der in Jena und Weimar konzentrierten Intelligenz und in der Erweiterung weiblicher Handlungs(spiel)räume in Realität und Fiktion.
   Der Band umfaßt 18 intertextuell ausgerichtete Einzeluntersuchungen zu den Bereichen Ästhetik und literarische Verortung, soziale und berufliche Vernetzung, Poetisierung von Freiheit, Glück, Sexualität, Selbstausbildung, Erinnerung und Phantasie, Verknüpfungen zwischen dem Ich und dem Anderen in Tagebuch und Briefen, sowie Verbindungslinien zu altdeutschen Vorlagen, Kunst und Liedkultur.
   Aufgrund des fächerübergreifenden Ansatzes setzt der Band vollkommen neue Impulse für die internationale Mereau-Forschung.
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Jutta Heinz (Hrsg.): Wieland Handbuch. Leben - Werk - Wirkung. Stuttgart, Weimar 2008.
Für Goethe war er ein »Weltmonade«, ein »Stern erster Größe«, der »unendlich viel auf die geistige Bildung der Nation« gewirkt habe; für Friedrich Schlegel nur ein »negativer Classiker«. - Christoph Martin Wieland (1733-1813) war in seiner Zeit zwar umstritten, aber ein vielgelesener und stilbildender Autor. Zu seinem 275. Geburtstag soll das Wieland-Handbuch Breite. Anspruch und Aktualität seines Schaffens illustrieren und den Zugang zu seinem Werk erleichtern.
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Gerhard R. Kaiser, Olaf Müller (Hrsg.): Germaine de Staël und ihr erstes deutsches Publikum. Literaturpolitik und Kulturtransfer um 1800. (Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800: Ästhetische Forschungen, 18). Heidelberg 2008.
Die Bedeutung von Mme de Staëls erstem Deutschlandaufenthalt von 1803/1804 für die französische Rezeption der deutschen Frühromantik ist bereits unter vielfältigen Gesichtspunkten untersucht worden. Für die andere Seite dieses Transferprozesses, also für die Wahrnehmung von Person und Werk Mme de Staëls in Deutschland, besonders für die Zeit vor ihrem ersten Deutschlandbesuch, existieren bislang nur wenige, punktuelle Untersuchungen. Der vorliegende Band, hervorgegangen aus einer internationalen Tagung des Jenaer Sonderforschungsbereichs 482 »Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800«, bietet erstmals eingehende Untersuchungen der wechselseitigen Voraussetzungen der über Mme de Staël verlaufenden kulturellen Tranferprozesse. Ausgehend von der Prämisse, dass die Begegnung zwischen der prominenten Gegnerin Napoleons und den deutschen Literaten - besonders den 1803/1804 in Weimar und Jena versammelten - auf beiden Seiten dadurch geprägt war, dass es galt, kulturelles Prestige in einer gesamteuropäischen Krisensituation politisch zu nutzen, wird exemplarisch die deutsche Rezeption des Staëlschen Werks von den Frühschriften bis zu De l'Allemagne analysiert, wobei ein besonderes Interesse der Auseinandersetzung deutscher Schriftstellerinnen (Bettine von Arnim, Therese Huber, Rahel Varnhagen) mit der umstrittenen und doch auch modellbildenden französischen Autorin gilt.
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Andre Karliczek: Emil Huschke (1797-1858). Jenaer Anatom und Physiologe. Jena 2008.

Emil Huschke ist heute nur einem kleineren Kreis von Fachgelehrten bekannt. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Arbeiten zur Neuroanatomie aber breit diskutiert. Er selbst war Schüler des, seine anatomischen Arbeiten spekulativ begründenden, Lorenz Oken. Seine jüngste Tochter Agnes heiratete nach seinem Tod Ernst Haeckel. Er steht damit in seiner Biographie zwischen der, gerne verkürzend romantisch genannten, Naturforschung und einem weltanschaulichen Materialismus, der um 1900 die Führungsrolle für den Gesamtkontext der Wissenschaften übernimmt. In dieser Situation, gleichsam im Zwischenraum, wird Huschkes Biographie heute wieder interessant.
   In der vorliegenden Abhandlung wird vor dem Hintergrund des biographischen und akademischen Werdeganges Huschkes, diesem Zwischenraum in seinem wissenschaftlichen Werk anhand eingehender inhaltlicher Untersuchungen seiner arbeiten nachgegangen. Ergänzt wird diese wissenschaftshistorische Analyse von der 'populärwissenschaftlichen' und hier erstmals abgedruckten Vorträgen, die Emil Huschke im Rahmen eines, von der Erbherzogin Maria Pawlowna organisierten, wissenschaftlichen Laien-Kreises am Weimarer Hof in den Jahren 1844-49 hielt, und denen er nach und nach aus seinen sinnesphysiologischen Einsichten eine Symbolik des Hirns entwickelt.
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Marko Kreutzmann: Zwischen ständischer und bürgerlicher Lebenswelt. Adel in Sachsen-Weimar-Eisenach 1770 bis 1830. Köln, Weimar, Wien 2008.
Anknüpfend an aktuelle Forschungen zur Geschichte des europäischen Adels in der Moderne stellt die vorliegende Studie die Frage nach Beständigkeit und Wandel des Adels im Raum Weimar-Jena in der zeit des Übergangs von der der ständischen zur bürgerlichen Gesellschaft. Am Beispiel der freiherrlichen Familien von Ziegesar und von Fritsch rekonstruiert sie aus sozial- und kulturhistorischer Perspektive die Lebenswelt des Adels. Dabei wird auch untersucht, inwieweit die Zeit der Weimarer Klassik um 1800, verstanden als eine besondere geistige und kulturelle Konstellation von europäischer Ausstrahlungskraft, den Wandels des Adels in spezifischer Weise prägte. Im Vergleich mit anderen Adelslandschaften wird deutlich, dass der Adel in Sachsen-Weimar-Eisenach im frühen 19. Jahrhundert stärker als bisher angenommen an der Herausbildung »bürgerlicher« Werte und Lebensformen beteiligt war.
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Jonas Maatsch: "Naturgeschichte der Philosopheme". Frühromantische Wissensordnungen im Kontext. (Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800: Ästhetische Forschungen, 24). Heidelberg 2008.
Vor dem Hintergrund gewaltiger Fortschritte der Wissenschaften und ihrer zunehmenden Differenzierung rückte das Problem einer umfassenden Systematisierung des Wissens am Ende des 18. Jahrhunderts ins Zentrum des philosophischen Interesses. Die Jenaer Frühromantiker vertraten in dieser Frage eine ganz eigenständige Position: am Modell der Natursystematik ihrer Zeit orientiert, setzten sie in ihren Wissensordnungen weniger auf logisch-begriffliche als auf analogisch-anschauliche Verfahren. Statt in der festen Architektur eines Systems schien ihnen der eigentliche Zusammenhang des Wissens in der Form seiner lebendigen Entwicklung zu liegen. Besonders die enzyklopädistischen Studien in Novalis' Allgemeinem Brouillon, die im Zentrum dieser Arbeit stehen, können als Versuch einer morphologischen Wissensordnung gelten und so in einem systematischen Zusammenhang gelesen werden, der bis in die Spätphilosophie Ludwig Wittgensteins reicht.
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Nicolas Robin (Hrsg.): Designing Botanical Gardens: Science, Culture and Sociability. Studies in the History of Gardens & Designed Landscapes. Special Issue. Volume 28, Number 3-4 (2008).
Botanic gardens are places where knowledge is gathered, preserved, imparted and experimented with. They are places of scientific practice and communication where architectural and aesthetic concepts have only a supportive role serving botanical experimentation as well as the presentation of plant systematics. Botanic gardens are conventionally regarded as encyclopaedias planted for reference and, consequently, as a balance against the fixed and theoretical knowledge available through herbaria and botanical literature. This volume includes most of the papers presented during our symposium entitled "Botanical Gardens within Global and Local Dynamics - Sociability, Professionalization and Diffusion of Knowledge" and has been completed with papers focusing particularly on design and science within botanic gardens. In putting botanic gardens in their scientific and social context, I hope that we can contribute with this set of papers to a better understanding of the identity of botanic gardens as scientific institutions within a global history of gardens.
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Susanne Zimmermann, Horst Neuper (Hrsg.): Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät Jena und ihre Lehrveranstaltungen zwischen 1770 und 1820. Jena 2008.
Die Medizinische Fakultät der Universität Jena gehörte am Ende des 18. Jahrhunderts zu den bedeutenden Orten der ärztlichen Ausbildung im deutschsprachigen Raum. Die Lehrleistungen insbesondere die Einführung der Ausbildung am Krankenbett, und der wissenschaftliche Bekanntheitsgrad der in dieser Zeit in Jena tätigen Professoren Christian Gottfried Gruner, Christoph Wilhelm Hufeland, Justus Christian Loder, Ernst Anton Nicolai und Johann Christian Stark I trugen maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.
Die überlieferten Vorlesungsankündigungen lassen ein aussagekräftiges Bild des Lehrbetriebes an der Medizinischen Fakultät der Universität Jena in der Zeit zwischen 1770 und 1820 entstehen.
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