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Publikationen 2001


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Joachim Berger (Hrsg.): Der 'Musenhof' Anna Amalias. Geselligkeit, Mäzenatentum und Kunstliebhaberei im klassischen Weimar. Köln, Weimar, Wien 2001.
Herzogin Anna Amalia (1739-1807) ist als "Wegbereiterin der Weimarer Klassik" und als Förderin Goethes, Wielands und Herders bekannt. Dabei wurde allzu oft ein klischeehaftes oder idealisiertes Bild von ihrem kulturpolitischen und mäzenatischen Wirken gezeichnet. In dem vorliegenden Band wird die Legendenbildung um das klassische Weimar und seine fürstliche Gönnerin hinterfragt. Die Studien zeigen anschaulich, wie die einzelnen Künste (Musik, Literatur und Bildende Kunst) im Kreis um Anna Amalia zusammenwirkten, welche Konzepte von Geselligkeit sich hier verwirklichten, welche Fördermöglichkeiten die Fürstin als Mäzenin besaß und mit welchen Persönlichkeiten sie sich an ihrem Hof umgab. Zugleich werden die spezifischen Bedingungen am Weimarer Hof zur Zeit der Klassik in die allgemeine Entwicklung der höfischen Gesellschaft im 18. Jahrhundert eingebettet. Damit eröffnet sich ein neuer und differenzierter Blick auf das Phänomen des Musenhofes und seine berühmten und illustren Bewohner.
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Olaf Breidbach, Hans-Joachim Fliedner, Klaus Ries (Hrsg.): Lorenz Oken (1779-1851). Ein politischer Naturphilosoph. Weimar 2001.
Lorenz Oken (1779-1851) ist eine der zentralen gestalten der Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts. Bedeutung erlangte er an der Universität Jena als Naturphilosoph und politischer Professor, als Herausgeber der »Isis«, Initiator der »Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte« und nicht zuletzt durch seine umfassende »Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände«.
Der vorliegende Band geht auf eine Tagung des Fachbereichs Kultur der Stadt Offenburg und des Sonderforschungsbereiches 482 »Ereignis Weimer-Jena. Kultur um 1800« zurück.
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Olaf Breidbach, Paul Ziche (Hrsg.): Naturwissenschaften um 1800. Wissenschaftskultur in Jena-Weimar. Weimar 2001.
Im Raum Jena-Weimar bildeten sich um 1800 wesentliche Aspekte des heutigen Konzepts von Naturwissenschaften heraus. Der Band zeichnet diese Entwicklung unter den Leitthemen »Naturphilosophie und Wissenschaften«, »Strukturen wissenschaftlicher Gesellschaften« und »Rezeption der Jenaer Naturforschung« nach.
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Georg Eckardt, Matthias John, Temilo van Zantwijk, Paul Ziche (Hrsg.): Anthropologie und empirische Psychologie um 1800. Ansätze einer Entwicklung zur Wissenschaft. Köln, Weimar, Wien 2001.
Die um 1800 aufgeworfenen anthropologisch-psychologischen Fragestellungen sind Gegenstand dieses Buches. Sie bildeten einen wichtigen Bestandteil der damaligen Wissenschaftskultur und wurden unter Namen wie »Empirische Psychologie«, »Erfahrungsseelenkunde«, »Experimentalseelenlehre« oder »Seelenphysik« abgehandelt. Das Spannungsverhältnis zwischen einem empirisch-erfahrungswissenschaftlichen und einem apriorisch-fundamentalphilosophischen Zugang zur Anthropologie bzw. Psychologie, wie es sich besonders im Ereignisraum Weimar-Jena verdichtete, steht im Mittelpunkt der Betrachtung. Das Buch vermittelt ein differenziertes Bild des anthropologisch-psychologischen Diskurses in jener Phase der Kultur und Wissenschaftsentwicklung, in der sich Aufklärung, Klassizismus, Klassik, Idealismus und Romantik überlagerten.

   
 
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Hans-Werner Hahn, Werner Greiling, Klaus Ries (Hrsg.): Bürgertum in Thüringen. Lebenswelt und Lebenswege im frühen 19. Jahrhundert. Rudolstadt 2001.
Der vorliegende Sammelband untersucht in zwölf biographisch angelegten Studien den Aufstieg des Bürgertums in Thüringen im frühen 19. Jahrhundert und fragt nach der Wechselwirkung von Individuum, Staat und Gesellschaft. Porträtiert werden u. a. der Jenaer Historiker Heinrich Luden als Typus des politischen Professors, die Jenaer Verlegerfamilie Frommann, der Mediziner und Leiter des Weimarer Landes-Industrie-Comptoirs, Ludwig Friedrich von Froriep, aber auch städtische Unternehmer und Industrielle wie Sebastian Lucius aus Erfurt, Nicolaus von Dreyse aus Sömmerda, der Gothaer Ernst Wilhelm Arnoldi und Christian Zimmermann aus Apolda, Repräsentanten des ländlichen Bürgertums wie die Pastoren Wilhelm Friedrich Schubert und Friedrich Wilhelm Schubert in Oppurg sowie Vertreter aus dem Umfeld des alten Handwerks. Dabei wird deutlich, daß sowohl das eingesessene Stadtbürgertum als auch die "neuen Bürgerlichen" einen wichtigen Anteil am modernisierungsgeschichtlichen Umbruch von der ständischen zur bürgerlichen Gesellschaft hatten. Der Band legt zugleich die ersten Ergebnisse des seit 1998 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein gerichteten Sonderforschungsbereichs 482 "Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800" vor.
Hain Verlag

   
 
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Gerhard Müller, Klaus Ries, Paul Ziche (Hrsg.): Die Universität Jena. Tradition und Innovation um 1800. (Pallas Athene, 2). Stuttgart 2001.
Der Band präsentiert die Beiträge der Tagung, die der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereich 482 "Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800" vom 22.-24. Juni 2000 in Jena veranstaltet hat. An der Jenaer Universität wird gezeigt, dass hinter den verbreiteten Vorstellungen von der Blütezeit der klassischen deutschen Philosophie in Jena ein jahrzehntelanger Prozess der Kulturverdichtung stand, an dem die meisten deutschen und viele andere Wissenschaftler, Schriftstelle, und Künstler aus allen Teilen der Welt Anteil hatten. Der transdisziplinär angelegte Band fokussiert dabei unterschiedliche universitätshistorische Perspektiven sowie unterschiedliche Forschungsansätze von Historikern, Naturwissenschaftlern, Germanisten, Kunsthistorikern, Psychologen, Philosophen und Vertretern anderer Fächer. Es wird versucht, das im Geschichtsmythos der "Humboldtschen Universitätsreform" gipfelnde Paradigma eines linearen Aufsteigens zum "Berliner" Erfolgsmodell der deutschen Universität des 19. Jahrhunderts zugunsten einer differenzierteren Wahrnehmung der Mannigfaltigkeit der hochschgulgeschichtlichen Entwicklungswege in Deutschland um 1800 aufzubrechen.